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Freitag, 13.10.2017 | 08:32

Politik

Steine haben grössere Wucht als bisher angenommen

VADUZ - Neue Erkenntnisse aus der Forschung haben dazu geführt, dass die Gefährdungszonen in Liechtenstein neu eingeschätzt werden müssen. Bis 2019 soll die neue Kartierung abgeschlossen sein. Freude haben damit nicht alle.

Weil in den 60er und 70er Jahren grosse Bauzonen ausgesch...

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Insbesondere die Steinschlaggefahr hätten die Behörden in den vergangenen Jahrzehnten zu optimistisch beurteilt, erklärt Stephan Wohlwend vom Amt für Bevölkerungsschutz und breitet eine Karte von Triesenberg aus. Heute wisse man, dass ein Gesteinsbrocken, der ins Rollen gerät, bis ans Ende seiner Rollbahn eine sehr hohe Energie hat. So stelle Steinschlag im Gebirge wegen des spontanen Auftretens und der extremen Geschwindigkeit ein hohes Risiko dar. Er zeigt auf das Gebiet Lavadina, wo eine grössere «rote Zone» eingezeichnet ist. Dank der kurzfristigen Erhöhung des Steinschlagschutzdammes konnte aber auf eine Ausdehnung der Gefahrenzone verzichtet werden. Auch in Gaflei im Gebiet Matu (oberhalb des gleichnamigen Restaurants) musste das Amt die rote Zone weiter ausdehnen. Die Krux dabei: «In den 60er und 70er Jahren hat man in Liechtenstein auch in Randgebieten Bauzonen ausgeschieden. Daher stehen gewisse Häuser sehr ungünstig», erklärt Wohlwend. In den neu bewerteten roten Zonen dürfen nun keine neuen Häuser mehr gebaut werden. 

Mehr dazu lesen Sie im „Volksblatt“ vom Freitag (13.10.2017).

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