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Freitag, 13.10.2017 | 08:53

Sport

Premierensaison: VBC Galina ist bereit für die neue Aufgabe

SCHAAN - Nach erfolgreicher Spielersuche und einer intensiven Vorbereitung startet für den Volleyballclub Galina an diesem Wochenende das Abenteuer in der Nationalliga A. Trainer Marc Demmer freut sich auf die Herausforderung und fordert als Minimalziel den Klassenerhalt.

Das Team steht: Mit einer 12-köpfigen Truppe geht es in d...

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Das Ziel, ein Damenteam auf höchster Schweizer Stufe, der Nationalliga A, zu stellen, verfolgte man beim Volleyballclub Galina aus Schaan schon länger. Dieses Jahr ist es so weit: Es ist die Premiere einer Liechtensteiner Damenmannschaft in der NLA. Der Weg, der den Verein auf diese Stufe führte, war allerdings kein gewöhnlicher. Mit dem siebten Rang in der NLB (zweithöchste Liga) sorgte der VBC Galina letzte Saison zwar für die beste Platzierung bislang, aufstiegsberechtigt wäre man damit aber nicht gewesen. Da bis auf die Liechtensteiner aber alle Teams auf eine Teilnahme verzichteten und gleichzeitig Volley Luzern den Rückzug aus der NLA ankündigte, stand dem neuen Abenteuer nichts mehr im Wege.

Bigger als einzige Liechtensteinerin

Dass ein Aufstieg einen gewissen Mehraufwand mit sich bringt, ist klar. Die grösste Schwierigkeit beim heimischem Club war allerdings die Zusammenstellung des Teams. Mit Jekaterina Stepanova (LAT) und Michelle Meier (SUI) konnten nämlich nur zwei Spielerinnen aus dem letztjährigen NLB-Team gehalten werden. «Das haben wir etwas falsch eingeschätzt. Die meisten wollten aus persönlichen Gründen den Schritt nicht machen, das ist ein bisschen schade», so Demmer.

Die Suche nach potenziellen Spielerinnen musste also forciert werden. Hauptkritierum dabei: Lokal ausgebildete Spielerinnen (LAS) – dazu zählen Athletinnen, die zwischen dem 13. und dem 22. Lebensjahr mindestens drei Jahre in der Schweiz gespielt haben. «Gemäss Reglement müssen zwei dieser LAS immer auf dem Feld stehen», erklärt Demmer. Mit den Schweizer Nachwuchsathletinnen Loredana Cantoni, Romina Schnyder, Simona Härtner, der einzigen Liechtensteinerin im Team, Kathia Bigger und der Kroatin Karla Klaric erfüllen fünf Spielerinnen die geforderten Kriterien. Die restlichen fünf Plätze wurden mit ausländischen Spielerinnen besetzt.

Zwei weitere Nationalspielerinnen

Dazu zählt mit Mariah Mandelbaum (USA) auch eine alte Bekannte, die bereits für die Galinesinnen auflief. Zusätzlich konnten neben Klaric mit der Österreicherin Monika Chrtianska und der Isländerin Thelma Grétarsdóttir zwei weitere Nationalspielerinnen nach Schaan gelotst werden. Die Amerikanerin Jenelle Hudson und die Portugisin Nuria Lopes Da Silva vervollständigen die Truppe. Und der erste Eindruck passt, wie Trainer Demmer festhält: «Bisher läuft das alles sehr harmonisch. Die Mädels verstehen sich auf und neben dem Spielfeld. Ich denke, die Mischung passt ganz gut.»

Auftakt in Les Breuleux

Wie gut, wird sich am Sonntag um 17 Uhr ein erstes Malzeigen. Dann steht nämlich das erste Saisonspiel an. Zum Auftakt geht es für die Galina-Damen nach Les Breuleux zum letzjährigen Tabellendritten Zesar Volleyball Franches-Montagnes. Und vor allem der Start in die Saison sei für die FL-Volleyballerinnen «enorm wichtig», wie Demmer betont. Denn neben Voléro Zürich sowie Sm'Aesch Pfeffingen, die «vorne Weg sein werden», erwartet der VBCG-Coach dahinter einen ausgeglichenen Kampf. «Da können wir, sofern wir komplett sind, jeden schlagen.» Als Minimalziel in der 10er-Liga gibt Demmer den Klassenerhalt an. «Aber wir wollen schon gern in die Play-offs, sprich in die Top 8.»

Die ausführliche Saisonvorschau lesen Sie im „Volksblatt“ vom Freitag (13.10.2017).

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