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Mittwoch, 11.10.2017 | 12:25

Vermischtes

Liechtensteins Muslime sind keine homogene Gruppe

VADUZ - Am Mittwoch stellte die Regierung gemeinsam mit dem Liechtenstein-Institute die Studie "Islam in Liechtenstein" vor. Ziel war es ein differenziertes Bild der Muslimen in Liechtenstein zu erstellen, welches für Dialog und Debatte herangezogen werden kann.

Regierungsrätin Dominique Gantenbein, Wilfried Marxer, Di...

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Die etwas über 2000 Muslime (6 Prozent der Bevölkerung) in Liechtenstein sind eine heterogene Bevölkerungsgruppe. Auch wenn der Grossteil des sunnitischen Strömung angehören, stammen sie aus verschiedenen Staaten, allen voran der Türkei, Albanien sowie dem Kosovo. Jedoch sind auch immer mehr liechtensteinische Staatsbürger darunter zu finden. Während 2015 75,8 Prozent der Muslimen in Liechtenstein eine ausländische Staatsbürgerschaft besitzen, sind immerhin schon 24,2 Prozent liechtensteinische Staatsbürger. 

Die meisten würden dabei einen modernen, laizistischen Islam leben. Radikalisierungen gebe es hierzulande keine. Auch unter den Jugendlichen, wie auch die Offene Jugendarbeit im Zuge der Studie festhielt. Dennoch seien Muslime hierzulande immer wieder auch mit Diskriminierung und Islamophobie konfrontiert. Ihre Religion habe in ihrer Wahrnehmung in Liechtenstein einen geringen Stellenwert. Dies Zeit sich bei der Suche nach Gebetshäusern im Land sowie der anhaltenden Problematik eines fehlenden islamischen Friedhofs.

Die Studie kann auf der Homepage des Liechtenstein-Instituts heruntergeladen werden

Mehr dazu lesen Sie im „Volksblatt“ vom Donnerstag (12.10.2017).

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