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Dienstag, 10.10.2017 | 22:15

Kultur

«Senimart» in Schaan: Verbindung mit Indonesien zum Dritten

SCHAAN- In «Verbindung III» präsentiert die Kunstplattform «Senimart» im Seminarzentrum Stein Egerta in Schaan das Leben und die Arbeiten der indonesischen Millenniumsgeneration. Am Sonntag wurde Vernissage gefeiert.

Von links: Die Künstler William Hengky, Hally Ahmad und E...

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Senimart ist eine Kunstplattform für junge indonesische Kunstschaffende, um das Schaffen zu optimieren und Netzwerke zu bilden. In einer Gruppenausstellung werden im Foyer und Untergeschoss der Stein Egerta 62 Werke von zwölf Kunstschaffenden aus Indonesien gezeigt: Abenk Alter, Ali Hamzah, Yunita Elvira Anisa, Onel, Talitha Maranila, Nathania Valentine, Karin Josephine, Ayu Desianti, Mahendra Nazar, Popo Mangun, Widi Pangestu Soegiono und Hally Ahmad. Die Künstler waren eingeladen, ihre Arbeiten zum Thema «Verbindung» Europa und Indonesien vorzustellen. Die Diskussion und Gespräche sind geteilter Diskurs darüber, wie die zeitgenössische Kunst aus ihrer Sicht Kulturerbe und Zukunft, Kultur und Natur verbindet.

Mystische und soziale Aspekte

Der Inselstaat Indonesien hat mit 260 Millionen Einwohnern die viertgrösste Bevölkerung der Welt und ist eine der vielschichtigsten, mit Hunderten von Kulturen, Religionen und Sprachen. Diese Diversität spiegelt sich in der Kunst wider. Seit den Achtziger Jahren haben sich die Grossstädte Jakarta, Bandung und Jogjakarta zum kommerziellen Zentrum für Kunst in Indonesien entwickelt. Die Senimart-Künstler kommen mehrheitlich aus diesen Städten. Die wichtigsten Elemente kontemporärer Kunst aus Indonesien sind mystische und soziale Aspekte. Um den Einflüssen der Globalisierung etwas entgegenzustellen, suchen die Künstler häufig die Nähe zur einheimischen Bevölkerung. Der Wunsch, ihrer Kunst einen lokalen Stempel zu verpassen, führt viele zurück zu ihren Wurzeln und lässt sie traditionelle Symbole und Themen in ihre Werke integrieren. Im zweiten Teil der Eröffnung sprach Eva von Reumont über die Tradition des indonesischen Schattenspiel «Wayang» und seine Auswirkungen auf Kunst und Literatur.

Eine Wissensbrücke

Das Schattenspieltheater stellt eine fortwährende Wissensbrücke über Jahrhunderte dar und fliesst in viele künstlerische Positionen mit ein. Die indonesische Werkschau ist noch bis 27. Oktober 2017 zu sehen. Der 64-seitige Katalog bietet einen ausgezeichnet bebilderten Überblick über die drei Ausstellungen zum Thema Verbindung, welche von Mona Liem kuratiert wurden.

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