Liechtenstein zurück

Freitag, 19.05.2017 | 15:17

Vermischtes

10 Ideengeber dürfen dieses Wochenende in das Ideencamp

SCHAAN - Bei der sogenannten «Pitch-Night» am Donnerstagabend in der Stein Egerta wurden die besten zehn Ideen gekürt. Sie erhalten die Chance, dieses Wochenende beim Ideencamp zu netzwerken und ihre Projekte voranzutreiben.

Die glücklichen Ideengeber, die sich für das Ideencamp qu...

1 von 1

Eine bunt gemischte Klientel tummelte sich im Garten der Stein Egerta. Politiker, Unternehmer, Künstler. Sie alle übten fleissig Small-Talk auf dem sagenumwobenen Gelände der Villa in Schaan. Und auch wenn das aus der Ferne betrachtet eher wie eine gemütliche Sommer-Party aussah, ging es doch ums Eingemachte: Die Pitch-Night des Ideenkanals 2017. 20 Ideen waren nominiert worden, 10 davon sollten an diesem Abend eine Runde weiterkommen. Das erklärt rückblickend das ein oder andere nervöse Gesicht, das zwischen all den Gästen zu entdecken war. Alle Ideengeber wollten sich für das Ideencamp qualifizieren, sich von den Mentoren coachen lassen und so ihre Idee weiterentwickeln und vorantreiben. Dazu galt es allerdings, die zahlreichen Mentoren im «Pitching» von der eigenen Idee zu überzeugen. Alle Ideengeber erhielten 60 Sekunden Zeit, um diese auf der Bühne zu präsentieren. Anschliessend mussten sie sich drei Minuten lang den Fragen der Mentoren stellen. Am Ende des Abends entschieden diese, welchen Ideen ihre Stimme erhalten.

Kritische Mentoren

Alles andere als eine einfache Entscheidung. Dem entsprechend kritisch wurde nachgefragt. «Haben Sie das schon durchgerechnet? Woher wissen Sie, dass es dafür einen Markt gibt? Was bringt es Ihnen persönlich, diese Idee umzusetzen?» Nicht wenige kamen ins Schwitzen. Doch es gab ab und an auch Szenenapplaus, wenn ein Ideengeber eine bissige Frage parierte. So zum Beispiel Gerhard Eller mit der Idee «Lebensmittel direkt und regional» angesichts der Frage, warum es überhaupt eine Online-Plattform für regionale Produkte brauche. «Da muss ich den Salat ja trotzdem selbst beim Bauern abholen. Also könnte ich bei Amazon Fresh bestellen und bekäme es geliefert», argumentierte ein Mentor. «Ja, wenn Sie einen Import-Salat aus Holland wollen vielleicht», konterte Eller. Die Idee schaffte es denn auch ins Ideencamp. Weniger Erfolg hatte dagegen die Idee zur Legalisierung von Cannabis. Wie es einst das Stiftungsrecht für den Finanzplatz war, sieht Carlo Batliner in der Regulierung von Hanf eine potenzielle Goldgrube für die Wirtschaft. Auf die Frage, was ihn denn persönlich mit Cannabis verbinde, was also seine Motivation sei, antwortete Batliner: «Mir geht es darum möglichst viel Geld zu verdienen für Liechtenstein.»

Mehr dazu lesen Sie im „Volksblatt“ vom Samstag (20.05.2017) und in der Onlineausgabe.

P.S.: Sind Sie bei Facebook? Werden Sie „Volksblatt“-Fan

Werden Sie Twitter-Follower

Anzeige