Liechtenstein zurück

Freitag, 19.05.2017 | 13:07

Wirtschaft

Überprüfung der Liechtensteinischen Handelspolitik in der WTO

VADUZ - WTO-Botschafter Peter Matt leitete die liechtensteinische Delegation beim fünften, gemeinsam mit der Schweiz durchgeführten WTO-Länderexamen, das am 16. und 18. Mai in Genf stattfand. Im WTO-Bericht über die Wirtschaftspolitik der Schweiz und Liechtensteins werde die offene Wirtschafts- und Handelspolitik der beiden Länder ausdrücklich gelobt, so die Regierung in ihrer Aussendung.

(Foto: Archiv)

1 von 1

Auch die gute Verfassung der Volkswirtschaften werde sowohl von der WTO als auch in den Kommentaren der WTO-Mitgliedstaaten gewürdigt. Ins Zentrum der Diskussionen seien erwartungsgemäss die Schweizer Landwirtschaftspolitik und insbesondere die hohen Schutzzölle sowie die internen Stützungszahlen gerückt. Die WTO-Mitglieder hätten in ihren Statements hingegen die uneingeschränkte Unterstützung des multilateralen Handelssystems durch die beiden Staaten in einer Zeit gelobt, in der protektionistische Strömungen im Aufwind sind.

Der WTO-Bericht habe ausdrücklich Liechtensteins starke industrielle Basis, die Investitionen in Forschung und Entwicklung, die Arbeitsplatzsituation, das Bildungssystem sowie die erfolgten Finanzplatzreformen gewürdigt. Die an Liechtenstein gestellten Fragen betrafen nebst der Agrarpolitik die Standortförderung, den Finanzplatz, das Geistige Eigentum, die Telekommunikation sowie den Energiemarkt. Einige Delegationen hätten sich beeindruckt gezeigt vom Diversifizierungsgrad und Erfolg der liechtensteinischen Wirtschaft und die aktive Rolle begrüsst, die Liechtenstein im Bereich der internationalen Steuerkooperation spielt. Hervorgeben sei auch die erfolgten Reformen im Finanzdienstleistungsbereich geworden. Kritisch erwähnt worden, seien hingegen gewisse Einschränkungen im Bereich der Dienstleistungen und Investitionen.

Anzeige